In der Gebietsliga West stand GASV Fortuna Federn Pölfing Brunn bei SV Steiner Transporte Straß lange vor einem Punkt, fuhr nach dem 1:2 aber doch ohne Zähler heim. Trainer Matej Kreuch sah trotz der Niederlage eine kämpferische Leistung seiner Mannschaft, verwies auf viele Ausfälle und machte vor allem die Schlussphase zum Thema: „Am Ende sind uns ein bisschen Kraft und Konzentration ausgegangen.“
Führung durch Lampl, Ausgleich noch vor der Pause
Kreuch beschrieb eine Partie, in der seine Elf lange im Spiel blieb, obwohl Straß nach seiner Einschätzung besser hineinkam. „Der Gegner ist schon besser ins Spiel gekommen“, sagte der Trainer. Trotzdem schlug Pölfing-Brunn zuerst zu. In der 22. Minute brachte Dominik Marcel Lampl die Gäste mit 1:0 in Führung. Aus Sicht des Trainers war danach sogar noch mehr drin, weil seine Mannschaft die große Möglichkeit auf das zweite Tor liegen ließ. „Dann haben wir auch einen Elfmeter für das 2:0 verschossen“, schilderte Kreuch. Statt mit einem Polster in die Kabine zu gehen, musste Pölfing-Brunn noch vor der Pause den Ausgleich hinnehmen: Tadej Zagar-Knez traf in der 45. Minute zum 1:1.
Viele Ausfälle, viel Laufarbeit
Gerade dieser Verlauf erklärte für Kreuch auch, warum die Niederlage besonders weh tat. Der Trainer rückte weniger den bloßen Spielstand als die Art des Auftritts in den Mittelpunkt und sagte: „Durch unsere kämpferische Leistung und die vielen Ausfälle hätten wir uns heute sicher einen Punkt verdient.“ Pölfing-Brunn musste laut seinem Coach viel arbeiten und hatte nicht jene Spielanteile, mit denen man eine Partie ruhiger kontrollieren kann. „Wir sind eigentlich das ganze Spiel nach dem Ball gelaufen, haben viel gekämpft und am Ende hat ein bisschen für den Punkt gefehlt“, so Kreuch. Gleichzeitig stellte er klar, dass Straß über weite Strecken das aktivere Team war und seine Vorteile im Spiel mit dem Ball hatte.
Sternad trifft spät, Kreuch bleibt nüchtern
Das zeigte sich aus seiner Sicht vor allem darin, dass die Gastgeber den Ball besser laufen ließen und sich mehr Möglichkeiten erarbeiteten. „Der Ball ist bei ihnen flüssig gelaufen, sie hatten viele Chancen und haben am Ende verdient gewonnen“, sagte Kreuch offen. Der entscheidende Treffer fiel dann ganz spät: In der Nachspielzeit machte Elias Sternad das 2:1 für Straß und drehte damit die Partie endgültig auf die Seite der Gastgeber. Für den Trainer der Gäste lag der Unterschied letztlich nicht in irgendeiner strittigen Szene. „Vielleicht hat uns am Ende ein bisschen Kraft und Konzentration gefehlt“, sagte er, ehe er den Abstand zwischen beiden Teams noch mit einem weiteren Satz umriss: „Vielleicht war es ein bisschen die individuelle Qualität.“
Kein Alibi, sondern eine klare Einordnung
Dass Kreuch die Niederlage nicht an Nebenthemen festmachte, passte zu seiner insgesamt nüchternen Analyse. Auch die Leistung des Schiedsrichters wollte er nicht in den Vordergrund rücken und meinte: „Der Schiedsrichter war auf Niveau, mit ein paar kleinen Fehlern, aber nichts Wichtiges.“ Damit blieb am Ende vor allem das Gefühl, dass für Pölfing-Brunn in Straß mehr möglich gewesen wäre, wenn die Führung länger gehalten oder die Chance auf das 2:0 genutzt worden wäre. Nach drei Runden hält Pölfing-Brunn damit weiter bei drei Punkten. Mitnehmen kann der Trainer aus diesem Abend vor allem die kämpferische Leistung, auch wenn sie diesmal nicht mit einem Zähler belohnt wurde.
Spielbericht Ligaportal Gebietsliga West (https://www.ligaportal.at/stmk/gebietsliga/gebietsliga-west/spielberichte/115699-am-ende-haben-kraft-und-konzentration-gefehlt-poelfing-brunn-verliert-in-strass-noch-in-der-nachspielzeit)