In der Gebietsliga West hat FV Malerbetrieb Haring St. Andrä/Höch am 9. Spieltag gegen SV Steiner Transporte Straß mit 1:2 verloren. Nach einem 0:0 zur Pause kippte die Partie direkt nach dem Seitenwechsel, obwohl die Gastgeber laut Trainer Johannes Knittelfelder „wirklich nah an einem Punktgewinn dran“ waren. Sein Fazit: Viel stimmte, nur in den entscheidenden Momenten fehlten Konzentration und Konsequenz.
Bis zur Pause auf AugenhöheJohannes Knittelfelder ordnete die Partie unmittelbar nach dem Schlusspfiff als enge Angelegenheit ein. „Ich finde, es war eine ziemlich ausgeglichene Partie, wobei Straß dann einfach konsequenter war und sich schlussendlich mit 2:1 durchgesetzt hat“, sagte der Trainer von St. Andrä/Höch. Genau so stellte sich das Spiel aus seiner Sicht auch über weite Strecken dar. Zur Halbzeit stand es 0:0, und die Gastgeber waren mit dem Verlauf bis dahin keineswegs unzufrieden. Knittelfelder betonte sogar ausdrücklich, dass seine Mannschaft in der ersten Hälfte gut im Spiel gewesen sei. Es war also kein Abend, an dem sein Team klar unterlegen gewesen wäre. Umso mehr störte ihn später, dass aus einer ordentlichen Leistung am Ende nichts Zählbares geworden war. Für ihn lag der Unterschied nicht in der grundsätzlichen Spielanlage, sondern in der Art, wie beide Mannschaften mit den entscheidenden Momenten umgingen.
Der Ausgleich brachte Hoffnung, der Doppelschlag die EntscheidungDie Phase direkt nach Wiederbeginn erwies sich dann als Wendepunkt. In der 47. Minute brachte Tadej Zagar-Knez die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Gegentor nach der Pause sah Knittelfelder als besonders bitter an. „In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel und haben gesagt, wir machen gleich weiter. Nach der Halbzeit waren wir unkonzentriert, und Straß ist einfach in Führung gegangen“, erklärte er. St. Andrä/Höch brauchte danach eine Weile, kam aber noch einmal zurück. In der 74. Minute erzielte Alex Mauko den Ausgleich zum 1:1, und damit war aus Sicht der Gastgeber wieder alles offen. „Nach dem Ausgleich war wieder der Glaube an unsere Möglichkeiten da, dass wir etwas mitnehmen“, sagte Knittelfelder. Die Antwort der Gäste kam jedoch sofort. Nur zwei Minuten später traf erneut Zagar-Knez zum 2:1 für Straß. „Das 2:1 war dann schon entscheidend, und da sind wir nicht mehr zurückgekommen“, fasste der Trainer diese kurze, aber spielentscheidende Phase zusammen.
Ordentliche Leistung, aber ohne BelohnungGerade weil seine Mannschaft laut eigener Einschätzung über weite Strecken auf Augenhöhe war, legte Knittelfelder den Finger nicht auf einen einzelnen großen Mangel, sondern auf die letzten Prozente in den entscheidenden Situationen. „Es war eine gute Leistung von uns. Schlussendlich hat die Konsequenz gefehlt. Bei den zwei Gegentoren waren wir nicht konzentriert genug, und vor dem Tor müssen wir ein bisschen konsequenter sein“, sagte er. Für den Trainer war das die zentrale Erklärung dafür, warum am Ende keine Punkte auf dem Konto landeten. Positiv wertete er dennoch den Auftritt im Vergleich zur vorigen Runde gegen Lankowitz. „Es war eine gute Reaktion auf das letzte Spiel. Wir waren wieder präsenter und kompakter. Wir waren wirklich nah an einem Punktgewinn dran“, meinte Knittelfelder. Auch dem Gegner sprach er Anerkennung aus: „Dass Straß sehr viele individuell gute Fußballer hat, war uns bewusst. Nichtsdestotrotz haben wir gut dagegengehalten und waren wirklich auf Augenhöhe.“ Für St. Andrä/Höch bleibt es damit bei zehn Punkten und Rang zehn, während Straß auf 14 Zähler kommt. Für die Gastgeber war es deshalb eine Niederlage, die mehr über verpasste Belohnung als über einen schwachen Auftritt erzählt.
Gebietsliga West: St. Andrä/Höch : SV Straß - 1:2 (0:0)
76.Tadej Zagar-Knez 1:2
74. Alex Mauko 1:1
47. Tadej Zagar-Knez 0:1